Hartmut Braune, “Ein Leben ohne Arzt und Apotheker”, ISBN 3837209849, Frankfurter Literaturverlag, 246 S., 19,80 €
Kennen Sie Zuschussverlage? Nein? Das sind Verlage, die kurz und knapp gesagt, Schriftstellern einen “Zuschuß” abverlangen, damit diese das Werk des Schriftstellers veröffentlichen. Der Verlag beteiligt also die Schriftsteller an den Kosten der Veröffentlichung – für den Verlag rentiert sich das. Für den Schriftsteller oft weniger… Jedenfalls ist der Frankfurter Literaturverlag ein solcher Verlag. Das vorliegende Werk eines Hartmut Braune hat vermutlich niemals einen Lektor gesehen und falls doch, dann hat der Lektor wohl seinen Beruf verfehlt. Ist das ein zu hartes Urteil?
Im Buch des Autors geht es um den durchaus nachvollziehbarenWunsch vieler Leser, ein Leben ohne Arzt und Apotheker verbringen zu wollen. Der Autor schlägt in seinem Buch ein wissenschaftlich nicht fundiertes Konzept vor mittels sog. Ein-Arm-Rückenschwimmens, sowie einer sog. Nasen-Tief-Ein-Ausatmung und Dinner-Canceling gleich alle möglichen Krankheiten loszuwerden – seien es Rückenschmerzen, Demenz, Herzinfarkt, Diabetes und vieles mehr und das alles mit dem Hinweis auf die eigene (!) praktische Erfahrung. – Ich sehe Sie schon den Kopf schütteln…Ganz abgesehen von den abstrusen Thesen des Autors, erfreut sich das Buch eines häufigen Gebrauchs von Unterstreichungen sowie fettgedruckten Passagen, was wiederum die Frage aufwirft, wo da der Lektor war.
Kurz und gut: Dieses Buch ist kein Gesundheitsbuch und entbehrt leider nicht nur aller wissenschaftlicher Grundlagen, sondern ist auch das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde, daher dieses Mal leider auch keine Kaufempfehlung.
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