Verstopfung ade? – ein alltägliches Problem
Verstopfung gehört zu den häufigsten Beschwerden und unter chronischer Verstopfung leiden inzwischen nicht nur mehr ältere Leute. Viele plagen sich damit monate- und jahrelang, ohne dass sich Besserung ergibt. Dazu kommt, dass es einem Tabu gleichkommt über seine Verstopfungsprobleme zu reden und dies folglich sogar beim Arzt unterläßt. Dabei können hier sogar ernste Erkrankungen wie Diabetes, Parkinson, Schilddrüsenfunktionsstörungen und auch Nahrungsmittel-unverträglichkeiten die Ursache der Verstopfung sein und dies sind Erkrankungen, die vom Arzt therapiert werden müssen. Auch Opiate, Blutdrucksenker und Antidepressiva können die Darmfunktion verändern.
Um die Darmfunktion zu regulieren, hat sich eine umfassende Ernährungsumstellung bewährt. Günstig ist es faserreiche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte zu essen. Viele, besonders aber auch ältere, Menschen trinken nicht genug bzw. nicht genügend Wasser. Oft lösen dann auch eingeweichte, ungeschwefelte Trockenpflaumen, Weizenkleie (nur mit genügend Flüssigkeit!) oder Pflaumensaft aus dem Reformhaus, sowie Kurmolke oder auch Buttermilch das Verstopfungsproblem. Für einige Tage kann auch Faulbaumrindentee helfen, der allerdings nicht bei Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa, Blinddarmentzündung und Bauchschmerzen unbekannter Ursache verwendet werden darf. Fragen Sie hierzu unbedingt auch Ihren Arzt oder Apotheker! Darmanregend und mild abführend wirkt auch der Manna-Feigen-Sirup z.B. von Schoenenberger. Sinnvoll ist eine Darmsanierung mit Lactobacillus acidophilus und bifidus (= Eugalan plus 3), das die Darmflora regeneriert.
Meiden Sie bei Ihrer Ernährung unbedingt Fertigsaucen, Fertiggerichte, Süßigkeiten aller Art, vor allem Schokolade, , aber auch Bananen, Weizentoast und Brötchen/Semmeln. Nur selten, wenn überhaupt, sollten Sie Fleisch und Wurst essen, da sie keine Ballaststoffe und nur wenige Mineralien enthalten. Vermeiden Sie auch Nikotin, Kaffee, schwarzen Tee und Colagetränke, sowie Alkohol.
Verschaffen Sie sich vor allem mehr Bewegung (Treppensteigen statt Lift, Nordic-Walking) und versuchen Sie unbedingt Ihren Stress zu reduzieren. Auch eine Psychotherapie kann hilfreich sein, um “Loslassen” zu können, da bei diesem Problem auch psychosomatische Zusammenhänge zu berücksichtigen sind.
Darüber hinaus kann Ihnen Ihr Hausarzt natürlich auch Medikamente verschreiben. Es gibt inzwischen Präparate, die angeblich auch bei Dauergebrauch nicht schaden sollen. Falls Sie weitergehende Fragen bezüglich einer Ernährungsumstellung haben sollten, vereinbaren Sie mit mir einen Beratungstermin zur ganzheitlichen Ernährungsberatung in meiner Praxis in Weißenhorn oder im Raum Ulm/München auch gerne bei Ihnen zu Hause (=mobile Ernährungsberatung)