Dies und das…

Küchenhygiene – (fast) ohne Keime

Bakterien und Keime gibt es überall und sind auch in der Küche nicht gänzlich zu vermeiden. Daher ist hier eigentlich besonders sorgfältiges Arbeiten angesagt,  wenn Sie bedenken, dass aus einer einzigen Bakterie in weniger als 24 Stunden ca. 8 Millionen Zellen wachsen können, die unsere Gesundheit bedrohen.

Aber leider wird hier öfters “geschlampt” , dabei ist  häufiges und gründliches Händewaschen im Küchenbereich unerläßlich.  Das Geschirrhandtuch der “Einfachheit halber” als Handtuch für die Hände zu benutzen ist eine leider weit verbreitete Unsitte.  Geschirrtücher und Handtücher für die Hände sollten Sie nach spätestens zwei Tagen auswechseln, sonst  macht man es den Mikroorganismen  leicht, sich schnell auszubreiten und öffnet verschiedensten Magen-Darm-Störungen Tür und Tor.

Die Spülbürste können Sie hygienisch in der Spülmaschine reinigen, auch die Küchenschwämme sollte man regelmäßig austauschen, da sie wahre Brutstätten für Keime sind. Am besten ist es für Arbeitsflächen und Geschirr je einen eigenen Schwamm zu verwenden. Schneidebretter sollten nach dem Abspülen sofort abgetrocknet werden, da sich auf feuchtem Holz die Keime  ebenfalls rasch vermehren. Ersetzen Sie unbedingt zerkratzte Küchenbretter, da sich in den Rillen und Kratzern die Mikroorganismen festsetzen können.

Besitzer einer Geschirrspülmaschine können sich glücklich schätzen, da allein schon die  hohen Temperaturen den Keimen den Garaus machen. Falls Sie im Handbecken Geschirr abspülen, sollten Sie das Geschirr nicht einweichen, da das handwarme Wasser das Wachstum der Keime begünstigt. Wissen Sie, warum “ordentliche” Hausfrauen ihr Geschirr gleich abspülen? Auf  stehengelassenen Tellern mit  Essensresten können sich nämlich die Keime bei Zimmertemperatur auch recht schön vermehren…Auf sauberen und trockenen Gegenständen können die Krankheitserreger dagegen  nicht lange überleben. Apropos Geschirrspülbecken: Hier tummeln sich die Mikroorganismen besonders gern, um so wichtiger ist eine häufige und penible Reinigung des Geschirrspülbeckens.

Fleisch und Fisch, sowie Gemüse und Obst immer auf jeweils getrennten Küchenbrettchen bearbeiten. Vegetarier haben es küchentechnisch gesehen einfacher,  da sie sich die extra Schneidbretter für Fleisch und Fisch einfach sparen können. Fleisch und Fisch sollten aus der Verpackung genommen und  im Kühlschrank aufgetaut werden, da sonst die Kühlkette unterbrochen wird, außerdem müssen sie nach dem Auftauen innerhalb von vier bis sechs Stunden weiterverarbeitet werden. Das dabei aufgefangene Abtauwasser muss weggeschüttet werden. Reinigen Sie auch regelmäßig ihren Kühlschrank und kontrollieren Sie die Kühlschranktemperatur, die etwa bei 5 ° liegen sollte.

(Hack-)Fleisch, Fisch, Eier müssen auf ca. 80 ° C erhitzt werden, da sonst die Keime wie z.B. Salmonellen  nicht abgetötet werden. Vermeiden Sie es gegarte Gerichte warm zu halten: Zum einen werden hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin B1, B6, Folsäure oder Vitamin C  bis zu 30 % dabei zerstört, aber auch die Mikroorganismen vermehren sich kräftig. Kühlen Sie die Gerichte also lieber ab und stellen sie sie in den Kühlschrank. Bei Bedarf können sie dann wieder kurz erhitzt werden.

Wenn Sie all dies beachten, wird ihre Küche zwar immer noch nicht frei von Keimen und Bakterien sein, aber Salmonellen und andere Keime haben trotzdem keine Chance sich bei Ihnen breit zu machen und außerdem muss man bei diesem Thema ja auch nicht gleich zum Hypochonder mutieren ;-)

Tags: , , , , , , ,

Comments are closed.